25 November 2017    
 
 
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   RadWGDie TourenBretagne 2006Tag18

30.08.06 Saverne - Lampertheim

Nach reichhaltigem Frühstück finden wir unser Pino schön trocken im Fahrradkeller unversehrt wieder. Es ist noch relativ früh, weil wir kein Zelt und Zubehör zusammenräumen müssen. Am Kanal geht es schnell voran, so dass wir bald in der Nähe von Hagenau sind und uns in Bischwiller mit den nötigen Köstlichkeiten für unser Überleben bis zum nächsten Frankreichbesuch ausstatten: Taboulé, Ricore, fertigem Mürbeteig, Käse, Waffeln und unseren geliebten petit déjeuner Keksen in der sehr und der etwas weniger schokoladigen Variante. Nun geht es im Flachen ziemlich schnell weiter bis an den Rheinradweg. Die Tabletten schlagen Jenny auf den Magen, das nächste Mal packen wir eine Zwiebel zur Bienenstichsofortintervention ein. Wir wechseln die Position, auf der Hochgeschwindigkeitsbahn Rhein-Radweg fahren wir auf gutem Teer bis an die D-F-Grenze: Schotter und keine Aire de Piquenique im F-Style, außerdem angelt nicht mehr an jeder Ecken jemand und es gibt Baden-Verboten Schilder. Ansonsten das alt bekannte Leid: wenig Schilder, Dauercamper, Gassi und Gartenzwerge. Ein Stück vor Germersheim - wir haben weder Karte noch GPS - denken wir, wir könnten sehr schnell dort sein und rufen bei Lutz & Ulrike an. Vielleicht können wir es bis da schaffen und von unseren Erfahrungen berichten. Michel hatte sich in Germersheim wohl schon auf unseren Besuch gefreut, aber er ließ sich vertrösten (pardon). Bei der Entfernung verschätzen wir uns ziemlich. Dann setzt der Regen ein, es wird dunkel und wir haben immer mehr Schwierigkeiten den Weg zu finden: Südlich von Ludwigshafen verlassen wir den Wald und stehen an einer Radwegkreuzung, bei der wir uns zwischen vier Wegen entscheiden müssen: Wir nehmen gerade aus leicht rechts. Nach einem Bogen von ca. 1 km kommen wir aus dem rechten Weg wieder heraus und nehmen geradeaus leicht links. Wir durchqueren die Innenstadt und BASF, bis wir in der Nähe der Autobahnbrücke der A6 sind. Hier verirren wir uns noch ein bisschen. An der Brüche angekommen (an der mit den Drahtseilen wäre alles einfacher gewesen), sind wir fast dabei den Schlenker über Lampertheim aufzugeben, denn wir wollen das Rad nicht bis auf die Autobahn tragen. Ulrike hat allerdings schon für uns gekocht und die beiden freuen sich auf uns. Also rödeln wir alles ab, tragen es hoch, fahren auf dem Mittelstreifen über den Rhein, tragen Rad und Sachen wieder runter und packen alles zusammen. Als wir gerade losfahren wollen, kommen seltsame Gestalten im Auto an, die bei unserem Anblick die Flucht ergreifen. Durch Matsch und mit Wegauskunft der Polizei schaffen wir es ins Zentrum vom Lampertheim: Eiscafé Oberfeld. Den Weg von dort zu Ulrike & Lutz sich wir schon oft gefahren. Dort angekommen werden wir freudig begrüßt, dürfen in der Garage parken, uns duschen und bekommen Bratkartoffeln (hmmm, keine Nudeln) und Fleisch, dazu verschiedenes Gemüse. Zum Nachtisch gibt es Joghurt - die beiden wissen eben, was man sich nach einer Radtour wünscht. Wir erzählen eine ganze Weile und fallen dann tot in ein richtig deutsches Bett.

Erst geht es mühelos voran...
...aber der Weg über den Rhein ist ein steiniger

Fakten

Tagesstrecke 227,8 km
Tagesdurchschnitt 22,3 km/h
Strecke Saverne, Brumath, Gries, Bischwiller, Roppenheim, (an den Rheinradweg), Germersheim, Ludwigshafen, Lampertheim